Das Kloster Rosenthal

Dort wo sich heute nur noch Wiesen und Wald dem Wanderer zeigen, lag einst auf halber Strecke zwischen Pommern und Kaisersesch das Kloster Rosenthal.

© Architekt Stefan Hofhus, der Architekt Stefan Hofhus aus Binningen zeichnete nach historischen Bauplänen aus dem Landeshauptarchiv in Koblenz die Perspektiven des Klosters Rosenthal.
© Architekt Stefan Hofhus, der Architekt Stefan Hofhus aus Binningen zeichnete nach historischen Bauplänen aus dem Landeshauptarchiv in Koblenz die Perspektiven des Klosters Rosenthal.

Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters datiert auf das Jahr 1246. Historiker stritten, ob die Gründung um 1240 oder sogar schon um 1167 erfolgte.


Hier lebten und arbeiteten über 600 Jahre Zisterzienserinnen. Der Orden der Zisterzienser suchte für Klostergründungen sehr häufig Bachtäler auf, da klostereigene Mühlenwirtschaft dem Broterwerb und der Versorgung der Brüder und Schwestern diente.


Der Nordflügel umfasste Klosterkirche und die Gemächer der Nonnen. Der Ostflügel war Gästehaus und für die Unterbringung der Kranken vorgesehen. Der Westflügel war ein Wirtschaftsgebäude.


Ab dem Jahr 1304 übernahm das Kloster Himmerod in dem bis heute Zisterzienser leben die Aufsicht über das Kloster Rosenthal.
Insgesamt wurde das Kloster Rosenthal dreimal neu errichtet. Die erste Gründung datiert wohl auf das Jahr 1240, der zweite Neubau wurde um 1550 betrieben, da der 300 Jahre alte Altbau mittlerweile baufällig geworden war. Der letzte Neubau wurde 1787 eingeweiht.

© Architekt Stefan Hofhus, Der Architekt Stefan Hofhus aus Binningen zeichnete nach historischen Bauplänen aus dem Landeshauptarchiv in Koblenz die Perspektiven des Klosters Rosenthal.
© Architekt Stefan Hofhus, Der Architekt Stefan Hofhus aus Binningen zeichnete nach historischen Bauplänen aus dem Landeshauptarchiv in Koblenz die Perspektiven des Klosters Rosenthal.

Nur 15 Jahre nach der letzten Neuerrichtung musste das Kloster Rosenthal aufgegeben und von den Nonnen endgültig verlassen werden. Grund war die französische Revolution, die auch das Rheinland erfasste.

Das Kloster wurde auf Abriss verkauft, was in der Konsequenz hieß, dass ein Ersteigerer das Kloster erwarb, es als Steinbruch nutzte und scheibchenweise an die Bevölkerung verkaufte.

Heute, 750 Jahre nach der Klostergründung und 200 Jahre nach der Aufgabe des Kosters findet man lediglich einige Grundmauern und einen Gewölbekeller der ehemals unter dem Hauptgebäude stand. Nichts außer einer kleinen Kapelle erinnert mehr an das klösterliche Leben im Pommerbachtal.